Papier

Wenn ich aufstehe streife ich im Vorbeigehen die bunt tapezierte Wand unseres Schlafzimmers, auf dem Klo zähle ich verschlafen zwei Blatt Toilettenpapier, bevor ich sie an der Perforation von der Rolle trennen. Wenn ich die Treppe hinunter gehe greife ich nach einem Taschentuch aus der Kartonbox und blase die trockene Luft das Schlafes aus der Nase. Ich nehme die Milch im Tetrapack aus dem Kühlschrank, greife zur Kartonpackung Müsli und trage beides ins Esszimmer. Dabei streife ich schlaftrunken den aus Goldpapier gefalteten Pferdekopf, der an unserer Wand hängt. Ich hole das in dünnes, knisterndes Papier verpacktes Brot aus der Brotkiste und schneide gleichmässige Scheiben. Ich schlüpfe in meine Schuhe und schleiche zum Briefkasten, wo ich vorsichtig die Zeitung aus dem Schlitz ziehe. Ich müsste die Thuia schneiden, denn die Äste hängen direkt über dem Briefkastenschlitz und leiten den Regen zielgenau durch den Spalt in den Briefkasten. Das dünne Zeitungspapier ist ganz aufgeweicht. Ich setze mich an den Frühstückstisch und mein Blick fällt auf die Schweizer Schullandkarte aus den 50er-Jahren, die uns als Sonnenschutz dient. Daneben steht ein grosses Bücherregal mit vielen Softcover-Bücher, zerlesen gelben Reklam-Heften, grossen Kunstbänden und bunten Kinderbüchern


Falten


Waben


Buchbinden